Hautflechten: Was Sie selbst dagegen tun können

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Hautflechten: Was Sie dagegen tun können

Hautflechten sind entzündliche Hauterkrankungen, die sich vornehmlich in einem leicht bis mäßig schuppigen Hautausschlag mit mehr oder weniger auftretendem Juckreiz und Hautrötungen äußern. Flechten können für die betroffenen Personen äußerst unangenehm sein, denn sie belasten nicht nur den Körper, sondern auch häufig die Psyche der Erkrankten. Verursacht werden Flechten oft durch bestimmte Herpesviren, wodurch sich dann in der Regel die Röschenflechte einstellt, durch Autoimmunprozesse, erblichen Faktoren oder aber auch durch sogenannte Fadenpilze, den Dermatophyten.

Welche Faktoren können Hautflechten begünstigen?

Hautflechten können durch eine Vielzahl von Risikofaktoren begünstigt werden. Hierzu zählen insbesondere die Ernährung, bestimmte Noxen wie Alkohol und Rauchen, seelischer und körperlicher Stress, Medikamente und mechanische Einwirkungen wie Verletzungen und eine zu hohe Druckausübung.

Welche Arten von Hautflechten gibt es?

Zu den wichtigsten Arten von Hautflechten gehören:

  • die Knötchenflechte (Lichen ruber planus)
  • die Schuppenflechte (Psoriasis)
  • die Röschenflechte (Pityriasis rosea)
  • Dermatomykosen wie die Bartflechte (Tinea barbae) und die Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor)

Was sagt die Schulmedizin?

Sofern die Hautflechte frühzeitig erkannt wird, kann sie mittels kortisonhaltigen Präparaten wie einem Kortisonpflaster, Kortisontabletten oder einer Kortisonsalbe sowie einem Antimykotikum in der Regel gut therapiert werden. Allerdings gibt es auch Erkrankungen, die einen chronischen schubweise auftretenden Verlauf nehmen, wie die Schuppenflechte. Hier ist ein konsequentes Vermeiden von Risikofaktoren und eine adäquate Hautpflege unumgänglich. Zum Einsatz können dabei spezielle Haarwäschen mit pilzabtötenden Wirkstoffen kommen und auch Cremes und Lotions mit bestimmten Wirkstoffen wie Harnstoff, Methotrexat, Kortison und Clotrimazol. Kältetherapien (Kryotherapie), Lichttherapien und Lasertherapien können ebenso zum Einsatz kommen. Bei sehr schweren Verläufen können auch Injektionen mit bestimmten Wirkstoffen verabreicht werden. Insgesamt ist es bei Flechten wichtig, auf eine atmungsaktive Kleidung, wenig Stress und eine gesunde Ernährung zu achten. Bei vielen Hautflechten sind fettreiche Lotions für die Haut tabu. Bei starkem Juckreiz können auch Antihistaminika und Lokalanästhetika eingesetzt werden wie Polidocanol.

Was sagt die Naturheilkunde? Welche Hausmittel gibt es?

Lindernd sein können Eiswürfel, kühle Umschläge, Kompressen und ein kühlendes Gelkissen. Waschungen mit Kamillentee, lauwarme Umschläge mit Heilerde oder aber auch mit Teerkleie sowie eine selbst hergestellte Paste bestehend aus klein gehacktem Knoblauch, Honig und Zimt können Juckreiz lindern.

Bei Vorliegen einer Schuppenflechte können Kompressen aus Buttermilch helfen. Diese rund 20 Minuten auf die schuppige Haut auflegen und einwirken lassen. Wer hingegen an Neurodermitis leidet, kann zudem mit Lavendelöl in Salben- oder Ölform eine Linderung erzielen. Weitere Symptom-lindernde Heilpflanzen sind Thymian, Wacholder, Birkenrinde, Stiefmütterchen und Heublumen.

Insbesondere das wilde Stiefmütterchen hat sich als wahres Wundermittel bewährt, denn es enthält mitunter Saponine und Flavonoide, die gegen Entzündungen steuern und den Stoffwechsel ankurbeln können. Das wilde Stiefmütterchen kann innerlich sowie äußerlich zum Einsatz kommen. Innerlich als Tee-Trunk einfach zwei Teelöffel getrocknetes Kraut der Stiefmütterchen bei Erwachsenen und einen Teelöffel bei Kindern mit 250 ml kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Danach den Tee trinken. Der Tee sollte bei Erwachsenen über einen Zeitraum von acht bis zehn Wochen täglich mit etwa drei bis vier Tassen konsumiert werden. Bei Kindern reduziert sich die tägliche Menge auf zwei Tassen, am besten am Morgen und am Abend je eine Tasse. Äußerlich kann das wilde Stiefmütterchen als Aufguss und Umschlag eine gute Linderung verschaffen. Dazu 1,5 Gramm der getrockneten Pflanze mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen und fünf Minuten ziehen lassen. Danach den Aufguss erkalten lassen und diesen für Hautumschläge verwenden.

Neben der Anwendung von Heilpflanzen können auch Stress-abbauende Maßnahmen und Verhaltenstherapien zu Einsatz kommen. Insbesondere Yoga, die progressive Muskelrelaxation, gegebenenfalls auch eine Psychotherapie, autogenes Training und Meditation haben sich im Kampf gegen Hautflechten bewährt.