Was ist das Coronavirus und wie kann man einer Ansteckung vorbeugen?

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Der in den Medien als Coronavirus bezeichnete Infektionskrankheit sorgt für Unruhe in der Bevölkerung. Ein Grund dafür stellt die teilweise stark übertriebene Berichterstattung mancher Medien dar. Doch geht tatsächlich eine Gefahr von dem Virus aus und wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Was ist der Coronavirus

Bei dem sogenannten Coronavirus handelt es sich eigentlich um einen Virus mit der vorläufigen Bezeichnung 2019-nCoV aus der Familie der Coronaviren. Der in den Medien verwendete Begriff stellt also nur die Familie dar, unter die dieser Virus eingeordnet wird. So war eine Variante der Coronaviren auch 2002/2003 für den Ausbruch der SARS-Epidemie verantwortlich. Aus Gründen der Verständlichkeit wird der 2019-nCoV-Virus in diesem Artikel weiterhin als Coronavirus bezeichnet.

Vorher stammt der Virus?

Die Familie der Coronaviren wurde erstmals in den 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts bei Fledermäusen nachgewiesen. Die Ende 2019 das erste Mal in der chinesischen Stadt Wuhan aufgetretene Variante ist eine bislang unbekannte Mutation der Coronaviren. Vermutet wird, dass er sich auf einem Tiermarkt in Wuhan durch den engen Kontakt zwischen Menschen und Tieren entwickelte. Im Verdacht stehen bislang Fledermäuse, bei denen Coronaviren weit verbreitet sind. Genetische Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass auch Schlangen als Wirtstiere in Betracht kommen könnten. Hier stehen vor allem die Chinesische Kobra und der Vielgebänderte Krait als Ursprung des Virus in Verdacht.

Die Viruserkrankung stellt keine Gefahr dar

Die Schlagzeilen mancher Boulevardzeitungen lassen die schlimmsten Befürchtungen aufkommen, was die Gefährlichkeit des Virus angeht. Tatsache ist jedoch, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Ende Januar das Virus 2019-nCoV als keine Gefahr für die Menschheit eingestuft hat. Daher wurde den Mitgliedsstaaten auch keine Empfehlungen für spezielle Verhaltensweisen ausgesprochen. Als Grundlage für diese Einschätzung hat die WHO zahlreiche Informationen aus verschiedenen Quellen zusammengetragen und mit anderen Epidemien verglichen.

Auf welche Weise kann man sich anstecken?

Die Tröpfcheninfektion durch den Kontakt mit erkrankten Menschen gilt bislang als einzig gesicherter Übertragungsweg von Mensch zu Mensch. Eine Schmierinfektion, also eine Infektion über verunreinigte Gegenstände, konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Da die Möglichkeit einer Schmierinfektion auch noch nicht sicher ausgeschlossen werden kann, raten manche Forscher dennoch zu entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen. Nach Beobachtungen chinesischer Forscher verläuft die Ausbreitung eher langsam. So steckt ein Infizierter im Schnitt 1 bis 2 Menschen an, bevor die Ausbreitung stoppt.

Wie stellt sich das Krankheitsbild dar?

Die InkubatIonszeit bis zum Ausbruch der Krankheit beträgt 2 bis 14 Tage. In den allermeisten Fällen verläuft die Erkrankung nach dem Ausbruch wie eine leichte Grippe mit Husten, Schnupfen und Kopfschmerzen. Oft würden Betroffene überhaupt nicht bemerken, dass sie erkrankt sind. Zu einer lebensbedrohlichen Gefahr kann eine Infektion dann werden, wenn sie die tieferen Lungenregionen erreicht. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass sich die Erkrankung zu einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung ausweitet. So betreffen die Todesfälle, die auf das Coronavirus zurückzuführen sind, vor allem ältere Menschen und Menschen mit schweren Vorerkrankungen.

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Bislang existiert keine Impfung gegen das Virus und auch wirksame Behandlungen befinden sich noch in der experimentellen Phase. Deshalb sollten vorbeugende Maßnahmen strenger beachtet werden. Hierbei kann man sich an den üblichen Vorkehrungen während der Grippezeiten orientieren.

– Der Kontakt zu erkrankten Personen sollte vermieden werden, ebenso der Aufenthalt in größeren Menschengruppen.
– Die Hände sollten regelmäßig gewaschen und desinfiziert werden. Als Desinfektionsmittel werden Lösungen auf alkoholischer Basis empfohlen.
– Wer Husten oder Niesen muss, sollte dies in ein Einwegtaschentuch oder in die Armbeuge und nicht in die Hand.

In vielen Fällen wird auch ein einfacher Mundschutz, wie er in Apotheken erhältlich ist, empfohlen. Diese besitzen jedoch kaum eine Wirkung als Schutz vor Infektionen. Deshalb werden Sie auch nur für bereits Erkrankte empfohlen, damit eine weitere Ausbreitung vermieden wird.