Wissenswertes zum Thema Bulimie

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Bulimie - Ess-Brech-Sucht

Was ist Bulimie?

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Klassisches Merkmale einer Ess-Brech-Sucht (besser bekannt als Bulimie) sind oft eintretende Essanfälle. Menschen, die unter Bulimie leiden, sind nicht in der Lage diese Attacken zu lenken und zu entscheiden was und wie viel gegessen wird. Aus Scham versuchen die Patienten oft ihren Zwang zu kaschieren. Um der Gewichtszunahme zu entgehen erbrechen sie mittels Finger oder Medikamenten das Gegessene wieder aus. Einläufe, Fasten oder Sport werden angewendet, um das Gewicht zu halten. Bulimie-Erkrankte beschäftigen sich daher ununterbrochen mit ihrem Gewicht. Sie befürchten dick zu werden, obwohl sie eine normale Figur haben.

Wie häufig kommt Bulimie vor?

Im Schnitt erkranken ein bis zwei von 100 Personen im Laufe ihrer Existenz an der Ess-Brech-Sucht. Individuelle Krankheitszeichen treten häufiger auf und kommen schätzungsweise bei fünf von 100 Personen vor. 90 von 100 Bulimie erkrankten sind Mädchen und Frauen. Allgegenwärtig schildern auch viele junge Männer, dass sie Angst haben dick zu werden und aus diesem Grund ihr Essverhalten prüfen. Genauso, wie die Damenwelt unter Heißhungerattacken leiden, sich erbrechen, eher Sport treiben oder zu Abführmitteln greifen, um dies zu Vermeiden.

Existieren unterschiedliche Arten und Abläufe einer Bulimie?

Häufig beginnt Bulimie in der Jugend. Es ist nicht selten, dass vor einer Bulimie eine Magersucht vorausgeht. Zwar lassen die Symptome der Magersucht nach, sodass sich das Gewicht normalisiert. Folgend setzen Essanfälle ein, denen durch Übergeben, Abführmittel oder Ähnliches entgegengewirkt wird. Bulimie ist ein umfassend behandelbares psychisches Leiden. Rund die Hälfte aller Betroffenen erlangen durch eine Therapie wieder ein völlig normales Essverhalten.

Durch was entwickelt sich eine Bulimie?

Dabei spielen verschiedene Faktoren und Bedingungen eine große Rolle, Schönheitsideale und die stete Verfügbarkeit kalorienreicher Lebensmittel sind zwei davon. Gesellschaftliche Aspekte fungieren mit den biologischen, privaten und persönlichen Schicksalsschlägen der jeweiligen Person zusammen, welche die Bildung und Aufrechterhaltung einer Bulimie sowohl auslösen als auch begünstigen könnten.

Wie findet ein jeder heraus, ob eine Bulimie besteht?

Eine Bulimie entwickelt sich nicht von jetzt auf nachher. Es ist auf jeden Fall wichtig, dass frühzeitig Hilfe gesucht wird da die Genesung des Leidens ausschlaggebend von einer schnellen medizinischen Versorgung abhängt.

Indizien für den Beginn einer Essstörung:
• Unzufriedenheit mit dem Essverhalten
• Angst um eine Gewichtszunahme und einer falschen Ernährung
• Heimliches Essen
• Übergeben und/oder Essanfälle.

In der Regel sind Hausärzte die ersten Kontaktpersonen. Um herauszufinden ob eine Bulimie besteht, erfordert es jedoch einer tiefergehenden Diagnose durch einen Facharzt oder einen Psychotherapeuten. Dazu gehören eine Reihe körperlicher Untersuchungen und eine ausführliche Erörterung über das Essverhalten und die Gegenmaßnahmen. Abhängig von den Untersuchungsergebnissen wird entschieden, welche Therapie zu empfehlen ist. Grundsätzlich zählt: Je früher eine Bulimie erkannt wird, desto höher ist die Aussicht auf erfolgreiche Behandlung.

Wie wird eine Bulimie behandelt?

Eine Psychotherapie nach der geistig-verhaltenstherapeutischen Methode erwies sich als wirkungsvoll. Im Falle, dass keine Verhaltenstherapie machbar ist, besteht die Möglichkeit ein Heilverfahren im Sinne eines psychodynamischen Ansatzes zu bekommen. Im Schnitt kann jeder dritte durch eine Psychotherapie auf Dauer geheilt werden. Erfolg versprechend ist, dass die behandelnden Therapeuten bereichsbezogenes Wissen und Erfahrung haben. Angehörige werden bei minderjährigen Patienten nach Absprache mit dem Arzt von Zeit zu Zeit in die Therapie einbezogen. Bei ambulanten Psychotherapien gibt es laut Richtlinie einmal wöchentlich stattfindende Gesprächstermine. Reicht eine ambulante Behandlung nicht, ist es empfehlenswert, den Patienten in eine spezielle Klinik einzuweisen. Mitarbeiter der Beratungsstelle informieren Sie rund um das Krankheitsbild, die jeweiligen Behandlungsmöglichkeiten und übergeben geeignete Adressen. Eine Auflistung professioneller Beratungsstellen befindet sich auf der Webseite der “Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung”.