Obst-Porträt: Die Drachenfrucht

0
194
Anzeige:

Exotische Früchte erfreuen sich aufgrund ihres besonderen Geschmacks und vieler gesunder Inhaltsstoffe großer Beliebtheit. Aus Gründen des Umwelt- und Naturschutzes sollten sie zwar nicht zu häufig und vor allem aus biologischem Anbau gekauft werden, dann jedoch stellen sie einen sehr gesunden Genuss dar. Hier erfahrt ihr mehr über die Drachenfrucht und ihre Vorzüge.

Aussehen und Geschmack 

Schon das Aussehen der Drachenfrucht (Hylocereus undatus), auch Pitaya oder Pitahaya genannt, ist ausgesprochen speziell: Ihre Schale ist feuerrot und mit vielen kleinen, hellgrünen Blättern umkränzt. Im Inneren bietet sich ein starker Kontrast zum weißen Fruchtfleisch, in dem winzige, schwarze Kerne stecken. Tatsächlich ist das Obst derart farbenfroh, dass es beinahe schon unecht wirkt. Drachenfrüchte verfügen über einen nur sehr feinen, leichten Geschmack, das süß-saure Aroma erinnert etwas an Kiwis. Aufgrund ihres spektakulären Äußeren werden sie häufig als Dekoration genutzt. Es existieren zwei weitere, weniger häufigere Sorten, eine mit gelber Schale und weißem Fruchtfleisch (Hylocereus megalanthus) und eine rote mit rotem Fruchtfleisch (Hylocereus monacanthus), die einen intensiveren Geschmack aufweisen als die mit weißem Fleisch. Alle Sorten sind bis zu 12 Zentimeter lang und bis zu 9 Zentimeter breit, wobei sie eine runde bis ovale Form aufweisen. 

Inhaltsstoffe und Nutzen

Drachenfrüchte sind sehr wasserhaltig und daher auch kalorienarm – 100 g enthalten nur ca. 50 Kalorien. Mit 1,6 mg pro 100 g gehört die Frucht zu den relativ eisenhaltigen Obstsorten. Weiterhin sind Kalzium, Vitamin E und Vitamin C enthalten, deren Verzehr sich positiv auf Immunsystem, Knochen und Bindegewebe auswirkt. Allerdings zählt keiner der Werte zu den Spitzenwerten unter den Obstsorten, weshalb die Drachenfrucht zwar gesund ist, aber in erster Linie aufgrund ihrer anderen Merkmale zubereitet wird.

Herkunft und Verarbeitung

Ursprünglich stammt die Drachenfrucht aus Mittel- und Südamerika, sie ist jedoch besonders in Vietnam und Thailand sehr beliebt und wird auf vielen Märkten verkauft. Dort wird sie heute ebenso angebaut wie in Nicaragua, China und Israel. Allerdings sollten bevorzugt Früchte aus Mittelamerika genutzt werden, da es sich hier häufiger um Schiffstransporte anstatt um Flugobst handelt.
Reif ist die Frucht, wenn sie satt pink leuchtet und bei Druck ganz leicht nachgibt. Das Fruchtfleisch ist fest, aber faserlos und kann einfach gelöffelt werden. Alternativ lässt sich die Schale bei ausreichend reifen Früchten auch abziehen. Als Rezepte bieten sich vor allem Obstsalate und Smoothies mit weiteren Früchten an, die gut miteinander harmonieren. Die Drachenfrucht lässt sich gut gekühlt genießen, sollte jedoch besser nicht erhitzt werden, da sie dabei ihren Geschmack verliert.